************* print-fine manual, (C) Klaus Bechert 1994 ***************



                  EINLEITUNG: was ist PRINT-FINE ?
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Dieses Paket enthlt zwei Dinge:


  a) METAFONT Quellcode fr die gebruchlichsten IBM-PC-Zeichenstze.
     Im Gegensatz zu VGA2MF, welches solche Zeichenstze ebenfalls
     zur Verfgung stellt und besonderes Gewicht darauf legt, da
     die Zeichen so aussehen wie auf dem PC-Bildschirm, wurde bei
     diesen Zeichenstzen besonderer Wert darauf gelegt, da die
     Zeichen auch bei geringer Auflsung sehr klein gedruckt werden
     knnen.
     Die Zeichenstze sind vor allem dazu gedacht, beliebiege
     ASCII-Dateien (, die auch IBM Graphikzeichen enthalten knnen)
     in jeder Zeichengre ausdrucken zu knnen, was soweit geht,
     da auch papiersparend und gesamtberblicksfrdernd gedruckt
     werden kann, indem der Inhalt von ursprnglich vier oder gar
     neun Seiten mehrspaltig auf eine einzige Seite abgedruckt wird.
     Die dazu notwendige ASCII->TeX - Umwandlungsarbeit wird durch
     das unter b) beschriebene Programm auf einfachste Weise
     bewltigt.

  b) Ein PROGRAMM, welches eine beliebige ASCII-Datei (ggf. auch
     mit IBM Graphikzeichen) in eine TeX-Datei bersetzt und dabei
     bercksichtigt, da Seitenumbrche an gnstigen Stellen
     stattfinden, da der Ausdruck ggf. zweispaltig mit feiner Schrift
     das vierfache des Normalen auf gleicher Flche darstellt, oder da
     er gar dreispaltig mit extra feiner Schrift das neunfache an Text
     darzustellen vermag als ein normaler Ausdruck.
     Ferner kmmert sich dieses Programm auch um spezielle ASCII-
     Steuerzeichen, die im ASCII Quelltext enthalten sein knnen.
     Zum Beispiel werden TAB-Stop-Zeichen in die entsprechende
     Anzahl Leerzeichen umgewandelt, wobei der TAB-Stop-Abstand
     beliebig eingestellt werden kann.


Werden ASCII-Dateien mit den eben beschriebenen Hilfsmitteln zu Papier
gebracht, braucht man sich weder um die vom Drucker untersttzten
Codeseiten noch um die vom Drucker bereitgestellten Zeichengren zu
kmmern. Das alles wird jetzt auf Software- bzw. TeX-Ebene verwaltet.



              WELCHE DATEIEN SIND IM PAKET ENTHALTEN
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 LIESMICH       Diese Datei!
 README         Englische Version.

 PC???P??.MF    Zeichensatzdatei fr ??pt Gre und Code page ???
 PC.MF          MF-include-Datei, berechnet die Fontparameter
 PCBASE.MF      MF-include-Datei, enhlt die bentigten Makros
 IBMLOW.MF      MF-include-Datei, Zeichen mit Code 0-31
 ASCII.MF       MF-include-Datei, Zeichen mit Code 32-127
 IBMHIGH.MF     MF-include-Datei, Zeichen mit Code 128-191
 IBMTOP.MF      MF-include-Datei, Zeichen mit Code 192-255

 PF.EXE         ASCII->TeX Umwandlungsprogramm fr MSDOS
 PF.TTP         ASCII->TeX Umwandlungsprogramm fr ATARI
 PF.C           Quelltexte des Umwandlungsprogrammes ...
 CFG.C           ... zum Portieren auf andere Systeme

 ONE.CFG        Konfigurationsdatei fr einspaltigen Ausdruck auf HP-Laserjet
 TWO.CFG        dto. fr zweispaltigen Ausdruck klein
 THREE.CFG      dto. fr dreispaltigen Ausdruck winzig
 LISTING.CFG    einspaltige Ausgabe breiter Assemblerlistings
 TESTCFG.TEX    TeX-Programm, da die Eingaben einer CFG-Datei berprft

 FONTS.ZIP      Ein Archiv mit Beispielzeichenstzen fr 300dpi
                und einem  TEX-file zum Basteln einer hbschen
                Zeichensatztabelle.



                        Die PC ZEICHENSTZE
                        -------------------

Wird die beiliegende METAFONT-datei pc437p10.mf mit METAFONT bersetzt,
erhlt man einen 10pt Zeichensatz der die 256 Zeichen des IBM-PC's
enthlt und zwar mit dem amerikanischen Zeichensatz 'Codepage 437'.
Wird die Datei pc437p10.mf nun beispielsweise in pc437p5.mf umbenannt,
so erhlt man nach einem weiteren METAFONT-Lauf den gleichen Zeichensatz
mit 5pt Gre. Es hngt also allein von den Namen dieser Datei ab,
was fr ein Zeichensatz erzeugt wird. Alle Parameter werden automatisch
aus diesem Namen abgeleitet.
Und jetzt kommt genau was fr Mglichkeiten der Namensgebung und damit
der Zeichensatzerzeugung vorhanden sind:

- Die ersten zwei Zeichen des Dateinamens sind normalerweise 'pc'.
  Um besonders gute Ergebnisse zu erhalten kann fr Drucker mit
  300dpi (Laserdrucker) und fr Drucker mit 360dpi (24-Nadeldrucker)
  die Gre leicht korrigiert werden, so da die durch die
  Pixelrasterung entstehenden Hlichkeiten auf ein Minimum
  reduziert werden. Soll die Schrift auf einem 300dpi-Drucker am
  besten aussehen, so wird das 'pc' durch 'hp' ersetzt. Die
  Zeichen werden dann ein bichen kleiner. Soll die Schrift auf
  einem 360dpi-Drucker optimal aussehen, mu das 'pc' durch 'lq'
  ersetzt werden. Die Zeichen werden dann etwas grer als bei 'pc'.
  Das funktioniert natrlich nur bei Vergrerungsstufe 0.
  Bei vergrerten Zeichenstzen geht die Optimierung naturgem
  wieder verloren.

- Die folgenden 3 Ziffern bestimmen welche Codeseite fr die Zeichen
  Nr. 128 bis Nr. 255 verwendet wird. Mglich sind:
  '437' der standardnormalamerikanische Zeichensatz
  '850' der mehrsprachige westeuropische Zeichensatz
  '852' der slavischungarische osteuropische Zeichensatz
  '860' der portugiesische Zeichensatz
  '863' der franzsischkanadische Zeichensatz
  '865' der norwegische Zeichensatz
  '000' gar keine Zeichen mit Code 128-255

- Das nchste Zeichen normalerweise ein 'p' bedeutet, da die
  Zeichen mit der Nr. 0 bis Nr. 31 so aussehen wie auf einem
  IBM-PC. Wird dieses 'p' durch ein 'n' ersetzt, werden keine
  Zeichen 0-31 erzeugt.

- Das letzte oder die letzten beiden Zeichen geben die Designgre
  in pt an. Fr 24-Nadeldrucker ist wohl unter 5pt nichts mehr zu
  holen. Fr Laserdrucker ist die 3pt-Schrift noch gut lesbar und
  ermglicht das 3spaltige Ausgeben von 80 Zeichen breiten Texten
  auf einer DIN-A4-Seite.


Zur Verwendung der PC - Zeichenstze sei noch folgendes gesagt:
Erkennbar durch TeX sind diese Zeichenstze an ihren Fontparametern.
Und zwar sind bei allern PC - Zeichenstzen die Fontparameter
Nr.1, Nr.3, Nr.4 und Nr.7 gleich null, und die Fontparameter
Nr.2 und Nr.6 sind gleich! Da bei PC - Fonts alle Zeichen gleich breit
sind, wird diese Breite durch die Fontparameter Nr.2 bzw. Nr.6
reprsentiert. Zustzlich enthalten alle PC - Zeichenstze noch
den Fontparameter Nr.8: Er enthlt die Gesamthhe der Zeichen und
sollte normalerweise als Zeilenabstand (\baselineskip) benutzt
werden, damit sich die IBM-Graphikzeichen genauso berhren wie auf
dem Bildschirm. (\lineskip auf null stellen!).



                           Das PROGRAMM PF
                           ---------------

Das Programm wird wie folgt aufgerufen:

 pf [-OPTIONEN] EINGABEDAIEI [KONFIGURATIONSDATEI]

"EINGABEDATEI" ist dabei die zu druckende ASCII-Datei mit voll
ausgeschriebenem Namen. Wird keine Extension angegeben, so wird
auch keine Extension erwartet. Aus dem Namen der Eingabedatei
wird der Name der Ausgabedatei jedoch mit der Endung ".TEX"
abgeleitet, soweit dies nicht mit der o-Option (s.u.) gendert wurde.

In der Datei "KONFIGURATIONSDATEI" sind Angaben ber die Art
der Formatierung (z.B. ob ein- oder zweispaltig, wie gro oder
mit welchem Zeichensatz ausgedruckt werden soll u.s.w.)
untergebracht. Dazu spter mehr. Die Konfigurationsdatei hat
im allgemeinen die Extension ".CFG" was nicht eingetippt werden
mu, sondern vom Programm selbst ergnzt wird.

"OPTIONEN" knnen an jeder Stelle der Programmzeile eingefgt
werden --- nicht nur am Anfang wie oben angegeben.
Alle Optionen mssen mit einem "-" beginnen an das sich
ohne Leerzeichen sofort die gewnschte Option anschliet.
Folgende Optionen sind mglich:

 -oAUSGABEDATEI    Der in "AUSGABEDATEI" angegebene Name
                   ist der Name der Ausgabedatei.
                   Dies ist dann besonders wichtig, wenn die
                   Eingabedatei bereits die Endung ".TEX" besitzt.
                   Dann wird ohne o-Option eine Fehlermeldung
                   ausgegeben, da beide Namen gleich sind, und das
                   Programm wird abgebrochen. Wird mit der o-Option
                   ein anderer Name gewhlt, unterbleibt dies, und
                   die TeX-Quell-Datei kann ausgedruckt werden
                   ohne zerstrt zu werden.

 -v                Normalerweise ist das Programm still so lange keine
                   Fehler auftreten. Mit der v-Option wird es sehr
                   gesprchig und petzt dem Benutzer jeden Schwachsinn
                   der sich so im Verlaufe des Programmes ergibt.

 -i                Normalerweise wird eine neue Seite begonnen, wenn
                   in der Eingabedatei ein Seitenvorschubszeichen
                   (ASCII Code 12) auftaucht. Genau dies kann mit der
                   i-Option verhindert werden. Es wird dann das
                   Zeichen 12 als normales Zeichen ausgedruckt.
                   (im PC-Zeichensatz ist Zeichen 12 das weiblich-Zeichen).


Ist das PF-Programm erfolgreich durchgelaufen, so hat man eine
neue Datei mit der Endung ".TEX" erhalten, die wie gewohnt als
TeX-Dokument bersetzt wird, was wiederum eine neue Datei mit
der Endung ".DVI" zur Folge hat. Diese DVI-Datei kann dann mit der
entsprechenden Treibersoftware ausgedruckt oder sonst was werden.
Mit emTeX und einem Laserjet geht das ganze uerst flott, weil
der emTeX-Treiber die Zeichenstze downloaden kann, so da das
Ausdrucken genauso schnell geht wie ein ganz normaler ASCII-Ausdruck.



                DEI KONFIGURATIONSDATEI ZUM PF - PROGRAMM
                -----------------------------------------

Hier ist ein Beispiel fr eine Konfigurationsdatei:


 ; Kommentare beginnen mit einem Semikolon wie man sieht. 
 ; Ansonsten besteht die Konfigurationsdatei aus
 ; Zuweisungen.
 ;
 linesize = 80
 tabstop = 8                     ; auch hier kann ein Kommentar stehen
 fontname = hp852p5
 columns = 2
 hsize = 6.5
 widthcolumn = 3.2


Das sagt mehr als tausend groartige Umschreibungen. Es mu nur noch
genau erklrt werden, welche Variablen es gibt und was fr eine
Funktion diese Variablen haben:

 fontname        Mit dieser Angabe wird festgelegt welcher Zeichensatz
                 zum Ausdrucken verwendet werden soll. Fehlt die
                 Angabe in der Konfigurationsdatei, wird 'pc437p10'
                 verwendet.

 tabstop         Die Anzahl Leerzeichen, die einem Tab entspricht, wird
                 hier eingetragen. Fehlt die Angabe, wird der Wert auf 8
                 gesetzt.

 columns         Mglich ist hier 1, 2, oder 3. Je nachdem wird ein-,
                 zwei- oder dreispaltig ausgegeben. Fehlt die Angabe,
                 wird einspaltig gewhlt.

 hsize           Hier kann direkt auf den TeX-Parameter \hsize eingewirkt
                 werden, wenn sich herausstellt da die defaultmigen
                 6.5in nicht so ganz passen. Die Angabe hier in der
                 Konfigurationsdatei muss immer der Gre in INCH
                 entsprechen. Die Dimensionsangabe 'in' ist hier deshalb
                 auch nicht erwnscht.

 vsize           Hier gilt dasselbe wie fr hsize. Der TeX-Parameter
                 \vsize wird so gesetzt. Default ist 8.9in.

 hoffset         Genauso. \hoffset wird hier gesetzt. Default ist 0.0in.

 voffset         \voffset kann hier gendert werden. Default ist 0.0in.

 widthcolumn     Diese Angabe ist nur bei zwei- oder dreispaltiger
                 Ausgabe von Bedeutung. Es wird hier die Breite einer
                 Spalte in INCH angegeben. Die Dimension 'in' wird dabei
                 nicht angegeben. Es ist darauf zu achten, da die
                 Spalten zusammen nicht breiter werden als hsize!
                 Im Gegenteil ist es schn, wenn zwischen den Spalten
                 ein bichen Zwischenraum bleibt. Deshalb widthcolumn
                 lieber ein bichen kleiner whlen.

 linesize        Hier mu angegeben werden, wieviele Zeichen in eine
                 Zeile maximal reinpassen. Das PF-Programm schneidet
                 dann zu lange Zeilen ab diesem Wert ab, womit spter
                 beim TeX - Durchlauf lstige 'overfull hbox'- 
                 Fehlermeldungen vermieden werden. Fehlt die Angabe
                 wird der Wert 80 angenommen.


Da das PF-Programm keinen Zugang zu den Font-Metric-Informationen hat,
  (diese mssen nicht notwendigerweise in den TFM-Dateien
   wohnen -- sie knnen auch in der FMT-Datei versteckt sein!)
mssen die Angaben von 'hsize', 'widthcolumn', 'linesize' sowie 'fontname'
einander schlssig ergnzen.
Um die berprfung dieser Schlssigkeit zu erleichtern gibt es die
Datei TESTCFG.TEX. Es handelt sich dabei um ein TeX-Programm, welches
ebenfalls in der Lage ist, eine CFG-Datei zu lesen, dann die
Font-Metric-Informationen beschafft und dem Benutzer erzhlt, ob
die eingegebenen Werte gut sind, ob sie schlecht sind oder ob man
sie noch verbessern kann und wie und so.
Man ruft also dieses Programm ber TeX so auf:

 tex testcfg

... und wird dann aufgefordert den Namen der CFG-Datei einzugeben.
Auch hier lt man die Endung ".CFG" weg. Der Pfad mu allerdings
vollstndig dabei sein (im Vergleich zu PF s.u.). Den Rest erfhrt
man dann ber den Bildschirm. Text wird mit TESTCFG.TEX nicht
gesetzt. Das TeX wird hier nur als 'Programmiersprache' benutzt.



                 WIE FINDET PF die CFG - DATEIEN ?
                 ---------------------------------

Da die CFG-Dateien, sind sie einmal erstellt, meist eine globale
Bedeutung haben, ist es sinnvoll, diese wie das Programm PF in
einem extra Directory aufzubewahren. Jetzt wre es allerdings lstig,
wenn man beim Start von PF fr die gewnschte CFG-Datei jedesmal
den riesenlangen Pfadnamen eintippen mte. Nur den Namen 'one'
'two' oder sowas ohne Extension eingeben -- das ist bequem,
so soll es sein.
Deshalb sucht das PF-Programm die CFG-Dateien auch noch in dem
Directory in dem es selbst steht. Das funktioniert unter MSDOS.
Das ATARI-Betriebssystem jedoch ist zu doof, einem Programm zu
sagen wo es herkommt. Deshalb gibt es noch die Environmentvariable
PRINTFINE. Diese kann mit dem Pfadnamen gesetzt werden, unter dem
dann die CFG-Dateien gefunden werden. Der Pfadname wird ohne ein
abschlieendes \ oder / geschrieben.
Also etwa so (je nach Betriebssystem mit geringen Abweichungen):

 setenv PRINTFINE="C:\TEX\BIN"

Danach sucht das PF-Programm alle CFG-Dateien im Verzeichnis C:\TEX\BIN.



           KOPIEREN UND VERBREITEN DIESES SOFTWAREPAKETS
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Hier noch ein bichen von dem blichen Kopier- und Garantiegesabbel:

Das ganze Print-Fine-Softwarepaket darf von jedem frei kopiert und
verbreitet werden, solange ...
  - dies umsonst geschieht (Verkauf ist prinzipiell verboten)
  - stets alle Dateien (siehe Liste) weitergegeben werden
  - die Dateien nicht verndert werden.

> Es ist erlaubt und sogar erwnscht, diesen Text in eine gute
> englische README-Datei zu bersetzen und die bisherige README-Datei
> wegzuwerfen. Ein Exemplar dieser neuen bersetzung sollte dann auch
> mir direkt zukommen, wenns mglich ist.

Im brigen geschieht die Benutzung der Programme vollstndig auf
eigene Gefahr und es wird auch keinerlei Garantie fr irgendetwas
bernommen!

Wer das Programm hufig benutzt, sollte eine hbsche
Postkarte an folgende Adresse schicken ("POSTCARDWARE"):

 Klaus Bechert
 Weidornweg 14/89                   ( ?  --->  Weissdornweg 14/89)
 72076 Tbingen
 (Germany)

Falls jemand auf Fehler oder Verbesserungen hinweisen will, gibts
auch noch eine Email-Adresse:

 onxbe01@mailserv.zdv.uni-tuebingen.de



Ansonsten viel Spa beim Kleinundfeindrucken
Klaus Bechert

***************************** THE END ********************************
